Geistlicher Impuls zum Monat Mai

Monatsschlussandacht
Monatsschlussimpuls Mai 2020
Komm wir zieh'n in den Frieden

In dieser Zeit ist alles anders... Und so kommt die Monatsschlussandacht für Mai 2020 als Impuls zum Selbstlesen daher.

Trotzdem gibt es auch andere Themen... Und so ist dieser Impuls nicht über Corona.

Die rechts eingeschobenen Zeilen in meinem Text stammen aus dem Lied „Komm wir zieh'n in den Frieden“ von Udo Lindenberg, das zum Beispiel bei Youtube oder anderen Audiostreamingdiensten angehört werden kann.

Ma shalom?

Das ist eine Begrüßung, die im Hebräischen im Sinne eines „Wie geht's?“ benutzt wird und es bedeutet „Wie ist dein Frieden?“ Mit dieser Begrüßung möchte ich meine Monatsschlussandachtsgedanken der diesjährigen Erinnern-Reihe einleiten. Denn ich erinnere heute an den Frieden.

Ma shalom? Wie ist dein Frieden?

Diese Frage zu Beginn einer Begegnung irritiert.

Auch sie kann inhaltslos beantwortet werden, wenn der Fragende sie ohne Interesse stellt oder der Antwortende keine echte Antwort geben will. Aber ich kann mich auch auf diese Frage einlassen, sie tiefer dringen lassen und mich wirklich mit ihr beschäftigen.

Wie ist mein Frieden?

Bin ich zufrieden?

Habe ich Frieden mit mir?

Habe ich Frieden mit anderen?

Wie ist mein Frieden?

Was ist eigentlich Frieden und wie fühlt er sich an?

Was kann ich für Frieden tun?

Komm wir zieh'n in den Frieden

wir sind mehr als du glaubst

Wir sind schlafende Riesen

aber jetzt stehen wir auf

Lass sie ruhig sagen, dass wir Träumer sind

am Ende werden wir gewinnen

Wir lassen diese Welt nicht untergeh'n

Komm wir zieh'n in den Frieden

Wikipedia verrät mir, dass Frieden allgemein definiert wird als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe,

die Abwesenheit von Störungen oder Beunruhigungen und besonders von Krieg,

das Ergebnis der Tugend der Friedfertigkeit und damit verbundener Friedensbemühungen.

Stellt man die Frage, was Menschen sich wünschen, antworten die meisten auch mit Frieden.

Wir wünschen uns eine friedvolle Umgebung, ein friedliches Miteinander, eine innere Grundzufriedenheit, keinen Streit und vor allem keinen Krieg.

Hier in unserem Teil der Welt, da haben wir ihn, den Frieden. Wir leben nicht in einem Kriegsgebiet.

Aber Frieden ist keine Selbstverständlichkeit...

2019 herrschten in 24 Ländern der Welt Kriege oder bewaffnete Konflikte.

Komm wir zieh'n in den Frieden

wir sind mehr als du glaubst

Wir sind schlafende Riesen

aber jetzt stehen wir auf

Lass sie ruhig sagen, dass wir Träumer sind

am Ende werden wir gewinnen

Wir lassen diese Welt nicht untergeh'n

Komm wir zieh'n in den Frieden

Kriege kennen keinen wirklichen Sieger, denn Opfer gibt es immer auf allen beteiligten Seiten. Die Folgen eines Krieges sind viel länger andauernd als der Krieg selbst dauert.

Auch nach dem Ende eines Krieges leiden Menschen noch weiter.

Sei es körperlich oder seelisch sei es durch Unfälle mit Munitionsresten oder Verseuchungen der Umwelt.

Ein besonderer Aspekt der Kriegsfolgen ist die Situation von Menschen auf der Flucht. Millionen Menschen wurde durch Kriege die Heimat und damit die Existenzgrundlage genommen.

Grundgesetz Artikel 3.3

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Unser Grundgesetz gilt in vielen Teilen der Welt für viele andere Menschen nicht.

Und darum ist es so wichtig, immer wieder daran zu erinnern.

Frieden fängt schon da an, wo wir selbst mit uns im Reinen sind und wo wir Unterschiedlichkeit akzeptieren können.

Ich muss nicht mit meinem Gegenüber in allem einig sein.

Ich will dich achten, auch wenn du anders denkst als ich. Ich möchte es verstehen und respektieren. Ich will dir zuhören, auch wenn du anders lebst als ich und mir manches fremd ist. Aber ich möchte deine Geschichte kennenlernen. Wir können unterschiedliche Ansichten haben. Und trotzdem können wir friedlich miteinander leben.

Selig sind, die Frieden stiften,

denn sie werden Kinder Gottes heißen.

Einige Menschen sind friedlich.

Diese Menschen sorgen für den Frieden.

Diese Menschen dürfen sich freuen.

Weil Gott bei ihnen ist.

Matthäus 5, 9

Stell dir vor, es ist Frieden

und jeder, jeder geht hin...

In diesem Frieden will ich leben.

(Das Bild ist das Cover des zitierten Songs

„Komm wir zieh'n in den Frieden“

und wurde von Udo Lindenberg gemalt.)

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! Und nehmen Sie den folgenden Segen mit in den neuen Monat.

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen.

Möge die Sonne dein Gesicht erhellen

und der Regen um dich her die Felder tränken.

Möge ein Regenbogen immer zart deine Schulter berühren.

Möge der warme Wind dir den Rücken stärken

und sanft um dein Haus blasen.

Möge Gott dich lehren, mit weicher Sohle und sanften Schritten über unsere wunderbare

Erde zu gehen und dich mit allem verbunden zu fühlen, was auf ihr lebt.

Und bis wir beide, du und ich, uns wieder sehen,

möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.

Amen.

Astrid Iggesen