Eine Taube zu Pfingsten

Auch am Pfingstsonntag, 31. Mai, fand der Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Berghofen erneut wieder unter freiem Himmel statt. Das Bild einer Taube hieß die Besucherinnen und Besucher auf dem Vorplatz des Gemeindehauses am Fasanenweg willkommen. Am vergangenen Freitag hatten Presbyterin Annika Schindler und Teamerin Charlotte Groß-Hohnacker zur Feier des Tages eine weiße Taube aus bunten Steinen gelegt.

Pfingsten gilt als Geburtstag der Kirche. Der Heilige Geist Gottes kam 50 Tage nach Ostern zu den Aposteln. Durch ihn konnten die Apostel das Wort Gottes in allen erdenklichen Sprachen verkünden und in die Welt hinaustragen. So begann sich das Christentum zu verbreiten. In der Apostelgeschichte im neuen Testament tritt der Heilige Geist in Form von Feuerzungen auf.  Doch trotzdem hat sich das Symbol der Taube stellvertretend für den Heiligen Geist in Laufe der Zeit durchgesetzt und auch Pfingsten verbinden viele mit einer weißen Taube.

Die Taube galt jeher als Friedensbringer und -symbol. So schickte Noah in der Sintflutgeschichte (1. Mose 8) drei Tauben los, um Land zu suchen. Eine von ihnen kehrte mit einem grünen Ölzweig im Schnabel zurück. Dieser Zweig deutete auf naheliegendes Festland hin und symbolisiert somit Hoffnung und Neuanfang.

Darüber hinaus stand der Vogel bereits in der Antike für Unschuld und Sanftmut, da fälschlicherweise angenommen wurde, er hätte keine Gallenblase.

In der Bibel an sich erscheint der Heilige Geist in Gestalt einer Taube bei der Taufe Jesu (Matthäus 3, 13-17). Dieses Bild hat sich bis heute gehalten.

Bilder: Charlotte Groß-Hohnacker