Spiritualität
Gelegenheit macht GebetBeten will gelernt sein. Das ist tatsächlich so. Denn Gebete sind immer Ausdruck unserer innersten Gefühle. Und nichts ist schwerer in Worte zu fassen, als das, was unser Herz bewegt. |
Atme in mir, du Heiliger GeistJesus Christus, hat uns den Heiligen Geist als seinen Stellvertreter auf Erden zugesagt. Diese Kraft des Heiligen Geistes können wir auch heute noch erfahren. Vielleicht probieren Sie dieses Gebet einmal aus und beten Sie es immer wieder. Beten mit KindernWer mit Kindern beten will, sollte zunächst einmal selbst zur Ruhe kommen. Beten erlebt das kleine Kind zuerst, indem es einfach dabei ist, wenn die Eltern beten. Erste Schritte - Mit zweijährigen Kindern können wir beten: "Großer Gott, du hast (Name des Kindes) lieb. Amen." Gebete in Ehe und PartnerschaftFür sich selbst zu beten ist noch relativ einfach. Aber vieles, was in unserem Leben passiert, wofür wir um Gottes Hilfe bitten oder ihm danken, ist eng verbunden mit anderen Menschen. Unser Kontakt zu Menschen kann sehr unterschiedlich aussehen: Am Anfang Neugier, intensive Gespräche und gegenseitiges Kennen lernen. Später dann so etwas wie "Alltag" in der Beziehung. Man kennt den anderen recht gut, weiß um seine Meinungen und Reaktionen. In diesem Stadium kann man sich sehr sicher fühlen und auch wohlig, es kann aber durchaus schnell auch mal langweilig werden. Und schließlich: wo immer Menschen in Beziehung zueinander stehen, besteht auch die Möglichkeit des Konflikts und der Auseinandersetzung. All das findet seine besondere Zuspitzung in der Liebes-beziehung zwischen zwei Menschen. Im Folgenden finden Sie einige Gebetsanregungen, die Sie durch Ihre Partnerschaft begleiten können. Dankgebet für viele GelegenheitenDanken ist das Mindestmaß an Höflichkeit im täglichen Miteinander. Dasselbe gilt besonders in Bezug auf Gott. Wir Menschenkinder sind schnell dabei zu fordern und einzuklagen. Doch immer häufiger sind wir zu stolz zu danken. Dabei wissen wir gar nicht, was uns entgeht! Probieren Sie es aus. Danken Sie Gott täglich für das Wunder des Lebens, das sich täglich in so vielfältiger Weise erfahren lässt. Und Sie werden merken, dass Sie das Leben ganz neu zu schätzen lernen. Sie werden ein Gespür dafür entwickeln, was Gott meinte, als er bei der Schöpfung unserer Erde immer wieder sagte: "Siehe, es war sehr gut!" Gebete nach einer langen Zeit des SchweigensVielleicht haben Sie schon lange nicht mehr gebetet. Es fällt schwer, sozusagen jetzt wieder den "ersten Schritt" zu tun. Das ist so ähnlich wie bei einer Brieffreundschaft, die man hat einschlafen lassen und nun wieder aufleben lassen will. Man würde gerne wieder sich melden, aber hat gleichzeitig ein schlechtes Gewissen. Da stellt sich rasch die Frage: Wie fange ich an? Was sollen meine ersten Worte sein? |
Gebet trotz GlaubenszweifelnAber was ist eigentlich, wenn ich gerade zweifele? Darf man beten, wenn man gar nicht mehr richtig glaubt, dass es irgendetwas nützt? Natürlich darf man. Vielleicht mit folgenden Worten: Ungewohnte GebeteJunge Menschen sprechen anders als alte Menschen. Und junge Menschen beten entsprechend auch anders als alte Menschen. Wir haben lange Zeit den Fehler gemacht, uns mit relativ starren Gebetsformeln zufrieden zu geben. Für "geübte" Beter ist das kein Problem; sie können die Worthülsen mit Leben füllen. Für "Anfänger", insbesondere junge Menschen, sind solche Gebetsformeln eine unüberwindliche Mauer. Sie erkennen in den Worten sich selbst nicht wieder, nicht ihre Wünsche und Bitten und auch nicht Gott. Im folgenden finden Sie Gebete für Junge und für Alte, die, die gewohnten Formen verlassen, aber gerade dadurch vielleicht wieder ein Mitbeten ermöglichen. Gebete in schwerer ZeitEinigen Menschen fällt es dann am leichtesten. Anderen aus dem selben Grunde gerade nicht: zu beten, wenn es kriselt. Jeder kennt diese Zeiten, in denen alles zusammenkommt, alles zusammenbricht, alles auf einmal ohne Sinn zu sein scheint. Lassen Sie sich nicht irritieren durch die Spötter, die sagen: Ja, ja, in Krisenzeiten wird eifrig gebetet, und wenn alles wieder gut ist, hat man den lieben Gott schnell wieder vergessen. Keiner verbietet Ihnen, Gott auch ein Dankgebet zu sprechen, wenn die schwere Zeit - auch mit seiner Hilfe - gemeistert ist.
Gebete bei Trauer und VerlustJeder Mensch macht im Laufe seines Lebens irgendwann seine Erfahrung mit dem Tod. Nicht immer ist der Tod erschreckend. Nicht selten kommt er als Erlösung und nach einem langen, reichen Leben. Manchmal aber kommt er plötzlich, unerwartet, viel zu früh. Suchen Sie gerade jetzt das Gespräch mit Gott. Denn er ist das Ziel unseres Lebens und der Mensch, den Sie verloren haben, ist jetzt bei ihm. Erzählen Sie Gott von der Leere, die in Ihnen herrscht, von der Wut, die Sie vielleicht auch überfällt und von der Trauer, die Sie immer wieder heimsucht. Erzählen Sie Gott davon und öffnen Sie Ihr Herz für seinen Trost. Single-Gebete: Von Chancen und Risiken des AlleinseinsAuch, wenn ein Mensch alleine lebt, kann ihm das Gebet helfen, mit der Situation umzugehen. Ebenso, wie sich das Zusammenleben mit einem Partner erfreulich und bedrückend gestalten kann, hat auch das Alleinleben seine positiven und negativen Seiten: SegensgebeteHier finden Sie einige Gebetsbeispiele, die unter dem Stichwort "Segen" laufen. Wir segnen viel zu wenig. Noch zu unserer Großeltern Zeiten aber gab es die gute Übung, Menschen, die einen Weg vor sich haben, einen Segen mit auf diesen Weg zu geben. Das kann passieren, wenn Freunde in Urlaub fahren, wenn der Ehepartner auf Geschäftsreise geht, wenn die Kinder aus dem elterlichen Haus ausziehen. Wer sich unter einen Segen gestellt weiß, geht mit größerer Zuversicht und Sicherheit. Und wer zurückbleibt, kann leichter loslassen, weil ja Gott mit auf dem Weg ist. KontemplationViele Menschen erleben sich auf der Suche nach Sinn, auf der Suche nach sich selbst, und dem, was ihr Leben trägt und nährt. Kontemplation ist ein Verwandlungsweg, der in die eigene Tiefe führt und einlädt, die Beziehung zu Gott, zum eigenen Selbst und zum anderen tiefer zu erfahren.
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