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Frauenhilfe

125 Jahre Frauenhilfe in Berghofen

 

Im Hörfunk gibt es eine Sendung, die heißt: "Wir erinnern an..."

 

Das möge auch für diesen Beitrag stehen, der die beachtliche Spanne von 12 1/2 Jahrzehnten umfasst. Man muss sich die Worte auf der Zunge zergehen lassen, um sich ihrer bewusst zu werden und um dann festzustellen: "Ja, es gibt sie noch - die Frauenhilfe in Dortmund-Berghofen."

 

Natürlich hat sie heute ein anderes  Erscheinungsbild als 1884, als sich eine handvoll Frauen zusammen fanden und einige Jahre später mit Hilfe des unvergessenen Pfarrerehepaares Baake zum evangelischen Frauenverein wurden und dann 1909 in der von Kaiserin Viktoria Luise gegründeten Frauenhilfe aufgingen.

 

Die wichtigsten Säulen der Gemeinschaft waren das gesellige Zusammensein, um sich gedanklich auszutauschen, gemeinsam Gottes Wort zu hören und auszulegen und um gemeinsam zu beten und zu singen. Darüber hinaus war und ist es immer wichtig soziale und gesellschaftliche Probleme zu erkennen und helfend einzugreifen.

 

So hat die Frauenhilfe Berghofen in Zeiten der wirtschaflichen Not tätige Hilfe geleistet. Sie kochte Suppe, stattete Säuglinge mit Wäsche aus, kleidete Konfirmanden ein, gab Lebensmittelgutscheine aus, strickte Socken und Ohrwämer für die Soldaten an der Front, um nur einiges zu nennen.

 

1907 bereits zeigten die Damen unternehmerischen Mut und gründeten eine Nähschule.

 

Selbst ins Geschehen der Kirchengemeinde griffen die Frauen helfend ein. Beispielhaft dafür sind zwei spektakuläre Aktionen, nämlich die Stiftung von drei Bronzeglocken und den Altartisch.

 

Alles in Allem ist die Geschichte der Frauenhilfe Berghofen eine Geschichte der tätigen Nächstenliebe, die sie auch in der Zeit des so genannten Wirtschaftswunders nicht einstellte, sondern auf Hilfsprojekte in der ganzen Welt ausbreitete und das bis auf den heutigen Tag tut. Sie fördert z.B. mit Weitsicht und großer Verantwortung Hilfsprojekte für Frauen unter dem Leitsatz "Hilfe  zur Selbsthilfe". Der Bekämpfung von negativen Tatsachen in unserer Gesellschaft, wie Gewalt an Frauen, Gewalt in Familien und Beruf nimmt sie sich mit großem Einsatz an. Ebenso setzt sie sich für gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für Frauen ein.

 

Bei allem Engagement vergessen wir Frauen uns selber auch nicht. Für unsere Gemeinschaft kann man sicher gut das Christuswort "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst." gut anwenden.

 

Die große Frage aber ist. Werden wir in 25 Jahren wieder Jubiläum feiern können?

 

Wir wissen es nicht.

 

Wir wissen aber, um es zu können, brauchen wir Veränderung und Nachwuchs. An der Veränderung wird bereits gearbeitet. Aber dafür brauchen wir junge Frauen, die mit ihrer Energie Impulse und Ideen geben, ja, die entscheidend an der Frauenhilfe von Morgen mitarbeiten. Dabei wollen wir unsere Säulen nicht einreißen. Sie waren, sind und werden die tragenden Elemente der Frauenhilfe sein. Doch wir sollten sie erweitern und zeitgemäßer gestalten. Dann werden sich auch die zukünftigen Generationen in ihr wohlfühlen und die Aufgaben übernehmen, die der Frauenhilfe immer Auftrag und Bedürfnis waren. Denn, was ist unzeitgemäß daran gesellig beisammen zu sein, sich mit christlichen Gedanken auseinanderzusetzen und Nächstenliebe zu üben.

 

Kommen Sie doch einfach einmal vorbei.

 

  • Teffen: Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 15.00 Uhr 

 

Gemeindehaus

Fasanenweg 22

Dortmund-Berghofen

 

Kontakt: Marita Labeth

 

Mehr über die Frauenhilfe erfahren Sie unter: www.frauenhilfe.de und www.frauenhilfe-westfalen.de.