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Unser Familienzentrum

Wir sind, wie wir sind!

Größe und Gruppenformen

 Die teiloffene Arbeit

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem teiloffenen- Konzept. Das bedeutet, dass im Kindergartenbereich (mit drei Gruppen für Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren) jedes Kind einer Stammgruppe von ca. 20 Kindern, sowie fester Bezugserzieherinnen zugeordnet ist. Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit, außer in ihrem Gruppenraum, im Flur, im Bewegungsbereich und in Kleingruppen auch auf dem Außengelände zu spielen. Sie müssen sich hierfür abmelden. Diese Form der pädagogischen Arbeit fördert nicht nur den Kontakt der Kinder aus den verschiedenen Gruppen untereinander, sondern ermöglicht ihnen weitere vielfältige Lernerfahrungen. Die Initiativen der Kinder zum Erkunden, sich Bewegen, Spielen, Nachahmen und kreativen Gestalten möchten wir so optimal zur Entfaltung kommen lassen. Unsere teiloffene Arbeit wird auch in der Zusammensetzung der Kleingruppen sichtbar. Die Mitarbeiterinnen entscheiden je nach Lernziele, Thema und Methode, welche Kinder an welchen Aktionen teilnehmen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass dies der richtige Weg ist, um gezielt Kinder zu fördern und zu fordern.  Im Krippenbereich (U2) spielen und leben ca. 12 Kinder zwischen 0 und 2 Jahren miteinander. Dort sind in der Regel drei Mitarbeiterinnen als Bezugspersonen zugegen.

Öffnungszeiten

Zeiten:                                                07:00 Uhr bis 14:00 Uhr (35 Wochenstunden)

                                                           07:00 Uhr bis 16:00 Uhr (45 Wochenstunden)

Bringzeit:                                            07:00 Uhr bis 09:00 Uhr

Abholzeiten:                                       13:50 Uhr bis 14:00 Uhr

                                                           14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

 

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Einrichtung

 

8 Erzieherinnen

1 Sozialpädagogin

2 Kinderpflegerinnen

1 Berufspraktikantin

1 Integrationsfachkraft

1 Reinigungskraft,

1 Küchenhilfe,

Vertretungen

Das Raumangebot

Architektur:                                        Räumlich großzügig gebautes einstöckiges Gebäude (2012 erweitert um einen Anbau für Kinder unter zwei Jahren)

Räume: (Kigabereich)                       3 Gruppenräume mit zweiten Ebenen und je einem Nebenraum

                                                           3 Waschräume mit je 3 - 4 Waschbecken und je 2 Toiletten

(Krippenbereich)                                Großer Gruppenraum, Nebenraum mit kleiner Küchenzeile

                                                           Schlafraum für Säuglinge

                                                           Mehrzweckraum (Schlaf- und Bewegungsraum für jüngere Kinder)

zusätzlich                                           1 Bewegungs- und Mehrzweckraum

1 Schlafraum

                                                           1 Küche mit Kinderkochzeile

                                                           1 Intensivraum/Bibliothek

                                                           1 Mitarbeiterinnentoilette mit Waschmaschine

                                                           1 Abstellraum

                                                           2 Abstellschränke

                                                           2 Materialkeller

                                                           1 Flur mit Halle

Zusätzlich seit Sommer 2014            eine ehemalige Pfarrwohnung mit:

                                                           1 Leitungsbüro

                                                           1Besprechungsraum/Personalraum

                                                           1 Beratungsbüro

                                                           1 Therapieraum

                                                           1 Bad mit Dusche und WC

                                                           1 Gäste-WC

Außenanlage:                                     großzügiger, bewachsener Garten mit Schaukeln, Rutsche, Klettergerät, Turnstangen, Wasserbahn, Fahrzeugstrasse.

                                                           1 Sandkasten

                                                           1 Spielhaus

                                                           2 Wipptiere

                                                           Der Bereich wurde 2012/2013 um weitere Wiesenfläche mit Kletter-Rutschkombination, weitere Spiel-Wippgeräte erweitert. Dieser Bereich ist auch von den Krippenräumen aus zugänglich.

Raumkonzept

Unsere  Einrichtung besuchen in der Regel 66 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 16 Kinder unter zwei Jahren.

Für den Kindergartenbereich stehen pro Kindergartengruppe je ein Gruppenraum und ein Nebenraum, sowie je ein Waschraum mit Abstellkammer zur Verfügung.

Eine große Halle im Flur und ein Bewegungsraum werden von allen Kindern genutzt. Dazu gibt es noch je ein Schlaf-und Ruheraum, einen Intensivraum mit Kindergartenbibliothek, eine Küche und einen Sanitärbereich mit Dusche und WC für das Personal. (Die Dusche wird auch für die Kinder genutzt, es gibt aber auch eine Handdusche im Krippenbereich).

Der Anbau passt sich äußerlich sehr dem Bestand an. Von außen ist der neue Trakt in den Altbau integriert und nicht als gesonderten Bereich zu sehen. Durch den Flur erreichen alle Kinder und Eltern auch die Räume der U2-Kinder.

Alle pädagogisch genutzten Räume sind so gestaltet, dass die Kinder unterschiedlichste Spiel- und Lernmöglichkeiten, sowohl auf dem Boden oder einer Spielebene finden.

Die Gruppenräume sind alle großzügig gebaut. Viele Fenster  und Oberlichter lassen ausreichend Tageslicht hinein. Eine Verdunklungsmöglichkeit ist in den Krippenräumen vorhanden. In den übrigen Räumen können Vorhänge zugezogen werden, um eine zu direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Spielebenen bieten Platz zum Spielen in Kleingruppen. Im Krippenbereich ist die Spielebene so angelegt, dass sie ausreichend Möglichkeit zum Klettern, Rutschen und Kriechen bietet. In einigen Räumen haben die Kinder ausreichend Platz zum sicheren Laufen lernen, sowie besondere Anreize zum bewegen. Es gibt Steighilfen, Krabbeltunnel und Unterschlüpfe. Viele Spiegel bieten den Kindern neue Blickmöglichkeiten und Erfahrungen mit sich selbst und anderen. Das Spiel- und Lernangebot ist großzügig. Es gibt genügend Raum zum individuellen Spiel und zur Entfaltung von Exploration.

Die Nebenräume beinhalten verschiedene Spiel-und Angebotsmöglichkeiten. Im Krippenbereich steht eine weitere kleine Küche zur Verfügung. Die jüngeren Kinder nehmen dort auch ihre Mahlzeiten ein. In den übrigen Nebenräume werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Hier finden diverse Angebote für Kleingruppen statt. Die Räume werden aber auch im Freispiel oder für den Morgenkreis genutzt.

Der Babyschlafraum beinhaltet Babybetten (individuell mit Fotos und eigenen Schlafutensilien versehen), Spieluhren und eine Sitzmöglichkeit für Erzieherinnen, die dort auch Kinder in den Schlaf bringen können (Sitzbodenkissen als Kuschelplatz).

Die Ruhe- und Bewegungsräume im Krippenbereich und Kindergartenbereich bieten auch Platz für jüngere Kindergartenkinder, die noch das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaft haben. Im Schlafraum des Krippenbereiches befinden sich sowohl die Bewegungsbaustelle mit Krabbelmatte, als auch ein Schrank mit Schlafmatratzen. Bettzeug und Schlafutensilien sind in entsprechenden Körben in den Schränken zu finden. Ruhe- und Entspannungsphasen finden hier genauso Raum, wie auch das Bewegungsspiel der jüngeren Kinder. Alle Räume werden regelmäßig gelüftet, um genügend Sauerstoff für einen gesunden Schlaf zu bieten. Jalousien helfen, die Räume abzudunkeln.

Wickelbereiche

Für die pflegerischen Aufgaben, wie Wickeln, Waschen und Anziehen der jüngeren Kinder (0-2) ist im Sanitärraum des Krippenbereiches ein Wickeltisch mit Leiter und Duschbereich integriert. In den übrigen Waschräumen sind Wickelbereiche nachgerüstet worden. Für jedes zu wickelnde Kind steht im jeweiligen Wickelbereich ein eigenes Fach mit Pflegeutensilien und Wechselwäsche bereit. Hier finden die Eltern auch die Wickelprotokolle.

Alle Bereich im und außerhalb des Gebäudes sind gut zugänglich, barrierefrei und gut erkennbar.

Die Einrichtung als Teil der Gemeinde

Unser Kindergarten ist ein evangelischer Kindergarten. Träger sind die vereinigten Kirchenkreise Dortmund. Gemeindlich angegliedert sind wir an die evangelische Kirchengemeinde Dortmund Berghofen. Es besuchen jedoch Kinder verschiedenster Konfessionen unseren Kindergarten. Die religiöse Erziehung bildet einen Teil unserer Arbeit, und wir sehen sie als einen der größten Teilbereiche der ganzheitlichen Erziehung im Kindergartenalter an. Allerdings läuft sie nicht getrennt von der übrigen pädagogischen Arbeit, sondern ist vielmehr in ihr integriert. Die täglichen Gebete zu den Mahlzeiten oder zum Ende des Kindergartentages, sowie das wöchentliche Hören der biblischen Geschichte bei den Treffen mit den Theologen der Gemeinde sind Bestandteil unseres Alltages. Im Mittelpunkt der christlichen Kindergartenarbeit steht die Frage nach dem Sinn des menschlichen Lebens und nach den Zielen menschlichen Handelns. Unser Kindergartenjahr lehnt sich an den christlichen Jahreskreis an, d.h. wir feiern Erntedank, Nikolaus, Weihnachten und Ostern. Wir feiern diese und andere gemeinsame Feste und besuchen regelmäßig die wöchentlichen Treffen mit dem/der GemeindepfarrerIn, sowie den Kindergartengottesdiensten, an denen auch die Kinder anderer Konfessionen teilnehmen. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit sind bereits Vätertreffs, Ferienspiele und Sportfeste neu entstanden. In Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum finden seit 2014 wieder Kinderbibelwochen statt. 2015 wird sich die Einrichtung aktiv an der Gestaltung der Gemeinde-Ferien-Spiele beteilien.

Das pädagogische Konzept

Der Theoretische Ansatz

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder.“  Dante

Unser tägliches Miteinander wird durch den lebensbezogenen Ansatz nach Hupperts bestimmt. Das beinhaltet, dass unsere Aktivitäten einen Sinn ergeben, aus dem alltäglichen Leben entnommen sind und unter anderem eine praktische Vorbereitung auf die Bewältigung des Alltags bedeuten.

Wir leben mit Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen zusammen und gestalten das Zusammenleben auf der Basis von festen und klaren Regeln, die sowohl Platz für Individualität wie auch Gemeinschaftssinn zulassen. Die Mitarbeiterinnen sind fortgebildet nach dem Step-Programm für Erzieherinnen (Erziehen mit Respekt) und leben diese Wertehaltung auch im alltäglichen Zusammensein untereinander.

Die Bildungsdokumentation hat einen hohen Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit. Für jedes Kind wird sowohl eine Portfoliomappe geführt als auch regelmäßig Beobachtungsbögen ausgefüllt. Durch die Portfoliomappen werden die Kinder aktiv an der Bildungsdokumentation beteiligt und können somit ihre eigenen Lernschritte reflektieren. So können auch Dialoge zwischen Eltern, Kindern und Erzieherinnen stattfinden. Der positive Blick auf die Kinder steht dabei im Vordergrund, denn damit finden sie erst einmal ihre Stärken, Interessen und Talente Beachtung.

„Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.

Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.“

(Astrid Lindgren)

 

Förderung einzelner Bildungsbereiche

Werde wie du bist

Unseren Bildungsauftrag erhalten wir aus der Bildungsvereinbarung des Landes Nordrhein-Westfalen und der unterzeichneten Vereinbarung unserer  evangelischen Landeskirche von Westfalen-Lippe.

„Jedes Kind hat Anspruch auf Erziehung und Bildung. Pflege und Erziehung sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegende Pflicht; sie haben das Recht, die Erziehung und die Bildung ihrer Kinder zu bestimmen. Ergänzend führen die Tageseinrichtungen für Kinder die Bildungsarbeit mit Kindern aller Altersgruppen im Rahmen des eigenständigen  Erziehungs- und Bildungsauftrages nach dem GTK als Elementarbereich  des Bildungssystems durch.

Dabei orientieren sie sich an den in Artikel 7 der Landesverfassung verankerten Werten.

Das Kind ist während seines gesamten Aufenthaltes in der Tageseinrichtung bildungsfördernd zu begleiten.“ (Bildungsvereinbarung NRW)

Dabei fördern wir in den einzelnen Bildungsbereichen die unterschiedlichsten Teilbereiche.

  • Motorik
  • Emotionale Entwicklung
  • Soziale Entwicklung
  • Förderung von Kompetenzen zu Natur und Umwelt
  • Religionspädagogik

 

Unsere Bildungsangebote umfassen dabei z.B.:

Musikalische Erziehung

Sprache und Literatur

Naturerfahrungen

Bewegungserziehung

Wahrnehmungsförderung

Kunstpädagogische Erziehung

Präventionsprogramme bei evt. Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Vorschulalter (Hören, Lauschen, Lernen)

Förderprogramme zur Sprachförderung nach Zvi Penner

Förderprogramme zur mathematischen Bildung nach Prof. Preis (Freiburg) (Entenland, Zahlenland I und II)

 

Unser tägliches Miteinander wird durch den lebensbezogenen Ansatz nach Hupperts bestimmt. Das beinhaltet, dass unsere Aktivitäten einen Sinn ergeben, aus dem alltäglichen Leben entnommen sind und unter anderem eine praktische Vorbereitung auf die Bewältigung des Alltags bedeuten.

Partizipation spielt dabei ein große Rolle. Im täglichen Morgenkreis, in Kinderkonferenzen (bei den Ü3-Kindern) und durch ein Beobachtungsverfahren können die Pädagoginnen gezielt auf Stärken (aber auch auf Defizite), Wünsche, Begabungen, Bedürfnisse eingehen und sowohl in pädagogischen Gruppenteams mit Kindern als auch im gesamten Mitarbeiterteam gezielt planen.

Wir leben mit Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen zusammen und gestalten das Zusammenleben auf der Basis von festen und klaren Regeln, die sowohl Platz für Individualität wie auch Gemeinschaftssinn zulassen. Diese Regeln werden immer wieder, gemeinsam mit den Kindern besprochen und ggf. gemeinsam angepasst. Die Mitarbeiterinnen sind fortgebildet nach dem Step-Programm für Erzieherinnen (Erziehen mit Respekt) und leben diese Wertehaltung auch im alltäglichen Zusammensein untereinander.

Die Bildungsdokumentation hat einen hohen Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit. Für jedes Kind wird sowohl eine Portfoliomappe geführt als auch regelmäßig Beobachtungsbögen ausgefüllt. Durch die Portfoliomappen werden die Kinder aktiv an der Bildungsdokumentation beteiligt und können somit ihre eigenen Lernschritte reflektieren. So können auch Dialoge zwischen Eltern, Kindern und Erzieherinnen stattfinden. Der positive Blick auf die Kinder steht dabei im Vordergrund, denn damit finden erst einmal ihre Stärken, Interessen und Talente Beachtung.

Die Arbeit mit Kindern mit Beeinträchtigungen

Unser handlungsleitendes Menschenbild geht in erster Linie nicht von der Behinderung aus, sondern vom Kind mit einer Beeinträchtigung als einem von vielen Merkmalen. Wir sehen alle Kinder in ihren Lebenswirklichkeiten und  im Zusammenleben mit Nichtbehinderten in einem System sozialer und institutioneller Rahmenbedingungen. Als Familienzentrum haben wir eine systemische Sichtweise. Jedes Kind hat das recht auf Hilfe bei Beeinträchtigungen, auf Förderung und Bildung, auf Entfaltung der Persönlichkeit, auf Gleichberechtigung, Jedes Kind soll soviel selbst bestimmen können wie möglich und so viel Assistenz erhalten wie nötig, um am Kindergartenleben teilhaben zu können.

Ziel:

Wie bei allen unseren Kindern ist das Ziel der pädagogischen Arbeit, dass jedes Kind das individuelle Höchstmaß an Selbstverwirklichung und Selbstständigkeit in sozialer Integration erreicht und gleichberechtigtes Mitglied der (Kindergarten-)Gesellschaft ist.

Hierzu sind im Kindergarten Strukturen und Haltungen notwendig, die das Zusammenleben aller Kinder in ihrer Vielfalt und mit ihren jeweiligen Besonderheiten ermöglichen. (nach Markowitz)

  • Prinzip der Normalisierung. Die Kinder sollen ein Kindergartenleben erleben, das so normal wie möglich ist. Zur Unterstützung beteiligen sich alle Mitarbeiterinnen an diesem Prozess.
  • Prinzip der Unteilbarkeit: Erst einmal gehen wir davon aus, dass jedes Kind zu uns kommen kann. In Gesprächen und Beobachtungen vor einer evtl. Aufnahme entscheiden wir dann, ob für dieses Kind unsere Einrichtung genügend Raum, Zeit und Fördermöglichkeiten bieten kann. Wir entscheiden aber auch, ob andere Kinder in ihren Rechten eingeschränkt wären.
  • Prinzip der Ganzheitlichkeit: Wir akzeptieren alle Kinder und ihre Lebenswirklichkeiten.
  • Prinzip der Abkehr vom Primat der Förderung und Therapie: Wir versuchen die Fördermöglichkeiten im Familienzentrum stattfinden zu lassen und damit in den Kindergartenalltag zu integrieren.
  • Prinzip der Individualisierung: Jedes Kind soll nach Bedarf Förderung, Bildung und Maßnahmen erhalten, die generell die Handlungskompetenzen erweitern oder bei einer Behinderung oder Erkrankung Linderung bringen.
  • Prinzip des Elternwahlrechtes, der Selbstbestimmung und der Freiwilligkeit: Die Eltern werden in den Förderplan aktiv eingebunden. Denn nur bei einer Freiwilligkeit und Kooperation können integrative Angebote gelingen.
  • Prinzip der Regionalisierung und Dezentralisierung: Erziehung, Bildung und Betreuung sollte grundsätzlich wohnortnah geschehen.
  • Prinzip des Dialogischen: Mit unserem Leitwort „werde wie du bist“ sprechen wir die Bedeutung der Unterschiedlichkeit an.
  • Prinzip der Kooperation: Interaktionen innerhalb der Kindergruppe ermöglichen gemeinsame Erfahrungen trotz unterschiedlicher Fähigkeiten.

Bei uns sind die Integrationsfachkräfte grundsätzlich ein Mitglied des Kindergartenteam und somit in ihrer Arbeit an der konzeptionellen Arbeit ständig beteiligt. Gemeinsam mit den Kolleginnen führt sie Aufnahmegespräche durch, kennt die besonderen Beobachtungsformen und Fördermöglichkeiten und Therapien und stellt sie dem Team vor. Sie koordiniert die Zusammenarbeit mit den Eltern, Fachdiensten und Therapeuten.

Die Gestaltung des Übergangs zur Schule

Mit Blick auf eine durchgängige Bildungsbiografie eines Kindes kommt dem partnerschaftlichen Zusammenwirken der Erzieherinnen und den Lehrern in der Schule vor allem im letzten Kindergartenjahr eine hohe Bedeutung zu. Um die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft unseres Familienzentrums und der ortsansässigen Busenberggrundschule (diese wir von mehr als 70 % unserer Kinder besucht) wirksam angehen zu können, beginnen wir gemeinsam rechtzeitig vor den Sommerferien mit der Planung. Dazu haben wir gemeinsam einen Übergangsplan erarbeitet, der die zeitliche Abfolge der Aktionen genau beschreibt. In den meisten Fällen erhalten beide Institutionen die schriftliche Erlaubnis der Eltern, uns auszutauschen und gemeinsame gegenseitige Besuche zu ermöglichen. Im letzten Halbjahr vor der Einschulung besuchen einige Schulanfänger regelmäßig einmal in der Woche die Schule, um gezielt auf diese Vorbereitet zu werden.

Aktionen sind unter anderem: Besuche der Lehrer im Familienzentrum, gemeinsame Feste, Gespräch zwischen Lehrern, Eltern und Erzieherinnen, Patenschaften…

Da sich Kiga-Leitung und die Rektorin der Schule sich regelmäßig auf lokalpolitischer Ebene treffen, ist ein reger Austausch immer möglich.

Partizipation Beteiligung von Kindern

Nach unserem evangelischen Profil kann es nur unser größter Wunsch sein, dass die uns anvertrauten Kinder einen Platz auf dieser Welt finden, wo sich wertvoll und glücklich fühlen können. Wir begegnen unseren Kindern stets mit Respekt und begreifen sie als einzigartig.

Begründung der Partizipation im Gruppenalltag:
Kibiz §13 Absatz 4 : „ Die Kinder wirken bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertageseinrichtung ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mit.“ 

Partizipation im lebensbezogenen Ansatz:

Durch unseren Ansatz kann es kaum vorkommen, dass wir am Bedarf der Kinder vorbei planen. Sie äußern Wünschen, teilen uns mit, was sie bewegt und wollen selbst- und mitbestimmen. . Wir achten und schätzen die Kinder als eigenständige und gleichwertige Persönlichkeiten, die das selbstverständliche Recht haben, bei allen Dingen, die sie betreffen, mit zu reden und mit zu gestalten. Im täglichen Morgenkreis besprechen die Kinder und die Mitarbeiterinnen, den Tages- und Wochenablauf. Zu Beginn eines Projektes, das sich aus den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder ergibt, werden die Kinder gefragt, ob sie daran teilhaben wollen, erst einmal „schnuppern“ möchten oder sicher lieber für eine andere Aktivität entscheiden möchten.

Die Gruppen haben oft Wünsche für Neuanschaffungen. Dabei überlegen sie im Morgenkreis, wer der Leiterin die Wünsche mitteilt. Diese hört sich dann die Wünsche, Ideen oder Kritiken der Kinder an und versucht möglichst mit den Kindern eine Lösung zu finden. Wichtig ist uns, dass die Kinder mit einer Antwort zur Gruppe zurück kommen.

Was lernen unsere Kinder wenn Sie mitbestimmen? 

  • Die Kinder lernen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse erst einmal kennen.
  • Die Kinder können ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse in Worte, Mimik oder Bild fassen
  • Sie stellen Fragen und erwarten Antworten
  • Sie lernen Gesprächsregeln wie Zuhören, Ausreden lassen, Abwarten
  • Sie setzen sich aktiv mit ihrem Kindergartenleben auseinander und gestalten den großen Teol des Tages mit.
  • Sie setzen sich mit den unterschiedlichen Standpunkten auseinander, verstehen und akzeptieren sie. Sie lernen mit Konsequenzen leben.
  • Die Kinder treffen gemeinsam Entscheidungen, die nicht immer ihren Wünschen entsprechen.  
  • Sie handeln Konflikte und deren Lösungen aus.
  • Sie achten Entscheidungen anderer und lernen, dass andere mal ihre Entscheidungen akzeptieren mal nicht..
  • Die Kinder werden selbstständige und eigenverantwortlicher.
  • Sie identifizieren sich mit der Gruppe und dem Familienzentrum.

Sie werden selbstbewusster und erleben sich als wichtige und ernstgenommene Person.

Anhand von folgenden Beispielen spiegelt sich Partizipation in unserer Arbeit wieder:

  • Es gibt jährliche Zufriedenheitsabfragen. Dabei werden auch Wünsche, Kritiken und Bedürfnisse abgefragt.
  • Unser Beschwerdemanagment beinhaltet auch Beschwerden von Kindern
  • Sie werden an den Essensplanungen beteiligt und können anhand eines Bildes, die tägliche Mahlzeit selbständig „lesen“.
  • Sie entscheiden bei ihrem Geburtstag über die Art der Gestaltung
  • Bei größeren Spielanschaffungen werden sie befragt.
  • Die Mitarbeiterinnen gestalten mit ihnen zusammen den Gruppenraum
  • In den täglichen Morgenkreisen werden auf Gruppenebene
  • Besprochene und für nicht mehr relevant beurteilte Regeln werden abgeschafft.
  • Projekte, Ausflüge, Aktionen werden je nach Zielgruppe gemeinsam besprochen und geplant.

Die Gestaltung des Tagesablaufes

Das Gruppengeschehen

Alle Menschen leben in Gruppen – überall auf der Welt.  Auch in unserem Familienzentrum leben, spielen und lernen die Kinder in Gruppen. Wir haben drei Kindergartengruppen, in denen seit 2013 auch zweijährige Kinder spielen und lernen. Unsere vierte Gruppe ist die Krippengruppe, in der Kinder im Alter von 6 Monaten bis zwei Jahren wachsen und sich weiterentwickeln. Ihr Tagesablauf unterscheidet sich etwas und ist unter 4.5 ausführlich beschrieben.

Kinder erlernen nach der Entwicklungspsychologie die wichtigen Spielregeln des sozialen Miteinanders am besten in einer Gruppe. Sie müssen lernen, diese zu internalisieren und einzuhalten. Dies ist oft noch schwierig, da der Prozess, ein wirklich sozial und kooperativ denkender Mensch zu sein, sehr komplex ist. Kinder sammeln Erfahrungen  mit Gruppen, mit einzelnen Gruppenmitgliedern und lernen dabei, dass sich unterschiedliche Kinder in ähnlichen Situationen trotzdem verschieden verhalten können. Kinder benötigen dabei oft die Hilfe, Bewältigungsstrategien erst noch zu erlernen.

Neben der Raumgestaltung ist für uns die Tagesstruktur ein wichtiger Bestandteil um die den Lebensraum Kindertageseinrichtung gelingend zu gestalten. Beides geben Sicherheit und Orientierung. Die Tagesstruktur sorgt für einen bestimmten wiederkehrenden Tagesrhythmus  mit einigermaßen festen Zeiten. Diese Zeiten verinnerlichen die Kinder recht bald und können sich schnell orientieren.  Da auch im Dortmunder Süden immer weniger Kinder in ihren Familien feste Strukturen; feste gemeinsame Essenszeiten gibt es längst nicht mehr überall.

Elemente im Tagesablauf: (Kindergartenbereich)

07:00 Uhr bis 08:00 Uhr     gruppenübergreifender Frühdienst mit Freispiel und der Möglichkeit eines ersten Frühstücks

Ab 8:00 Uhr                          gleitende Ankunftszeit/ Freispiel in der Stammgruppe/ freies Frühstück im Café / gruppenübergreifende Sprachförderung /  Therapien

09:00 Uhr                              Morgenkreis (Kinderparlament auf Gruppenebene)

Ab 9:20 Uhr                          Freispiel und gruppenübergreifende Angebote in allen drei Stammgruppen, sowie bei schönem Wetter auf dem Außengelände, Projekte (mal nach Alter, mal nach Interessen gegliedert), aber auch biblische Geschichte, Leseoma, Bewegungserziehung, Musik-AG…)

Ca.10:45 Uhr                       ggf. Stuhlkreis oder Kleingruppenbesprechung(Aktivität)

Danach                                 Freispiel und gruppenübergreifende Angebote auf dem Außengelände

12:00 Uhr                              Mittagessen auf Gruppenebene (warm und kalt)

12:45 Uhr                              Ruhephase für müde Kinder (siehe U3) oder Freispiel, oft auch Angebote,

14:30 Uhr                              Snack für die Tageskinder

Bis 16:00 Uhr                       Freispiel, Angebote, Projekte des Familienzentrums, Ausflüge in die umliegenden Grünanlagen

Diese einzelnen Elemente im Tagesablauf sind sehr bewusst gesetzt. Wir gehen dabei auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten unserer Kinder ein. Sie brauchen einen Wechsel von Selbstbestimmung und Anleitung, von Vielfalt und Ordnung. Sie benötigen sowohl Phasen für das Allein-Tätig sein, als auch für das Spielen und Lernen mit einem Freund, in Kleingruppen und in der Großgruppe. Wir haben uns mit der Grundschule gemeinsam auf diese Ziele geeinigt. Viele Kinder erleben schon früh in der näheren Umgebung Unsicherheiten und Brüche. Sowohl wir als Tageseinrichtung als auch die Schule bieten Stabilität und Zuverlässigkeit. Durch unsere Tagesstruktur wissen Kinder, was als Nächstes folgt, wie lange sie Zeit haben und wann etwas beendet ist.

Wir öffnen unsere Türen, nicht aber die Stammgruppen auf.

 

Ausgangs- und Orientierungspunkt für die Kinder bleibt stets die Stammgruppe. Diese bedeutet:

• Sicherheitsgefühl

• Zugehörigkeitsgefühl

• Geborgenheit

• Rückzugsmöglichkeit

• Vertrautheit und Orientierung

• Gruppenidentifikation

 

 

 

 

 

Pädagogischer Ansatz der teiloffenen Arbeit

 

Durch unsere teiloffene Arbeit ermöglichen wir den Kindern in der Freispielphase ihr Erlebnisfeld zu erweitern, mehr Selbständigkeit und Selbstsicherheit zu erlangen.

Dadurch wird der Bewegungsraum ausgedehnt und die Kreativität gefördert. Die Kinder lernen den Umgang mit den anderen Altersstufen und Gruppen, wodurch sich ihre Toleranz und Anpassungsfähigkeit erhöht.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind Regeln, die wir mit den Kindern erarbeiten und auf deren Einhaltung wir konsequent achten. Regeln sind wie ein Geländer, an dem man sich im Tagesablauf festhalten kann.

Besondere Angebote

Zu den wiederkehrenden Angeboten gehören zurzeit: (Stand: 2014)

  • Wöchentliche biblische Geschichte mit der Pfarrerin im Kindergarten
  • Monatliche Kindergartengottesdienste
  • Vorlesepatin (14tägig)
  • Englisch mit der Vorlesepatin (14tägig)
  • Bewegungserziehung mit einer Sportpädagogin für die zukünftigen Schulanfänger
  • Musik-AG (wöchentlich)
  • Gemeinsames thematisches Frühstück mit Elternbeteiligung (monatlich)
  • Feuerwehrprojekt – Brandschutzerziehung (jährlich für die Maxis)
  • Löwenstark –Projekt zur Vermeidung von sex. Mißbrauch mit der Erziehungsberatungsstelle (jährlich für die Maxis)
  • Vierteljährliche Besuche der Midis im Altenheim
  • Projekte mit dem Behindertenwohnheim
  • Projekt mit der DLRG
  • Musik-Projekt (Katze Bartputzer) jährlich für alle
  • Projekte, die Eltern je nach Talent und Neigung anbieten
  • Wechselnd und immer wieder aktualisiert auf die Bedürfnisse der Kinder

Angebote mit Eltern

Unsere Elternarbeit ist vor allem durch Transparenz und Offenheit  geprägt. In den letzten Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen Team, Elternrat und Förderverein eine gute Form gefunden. Gemeinsam planen wir Aktivitäten und besprechen Veränderungen oder Probleme mit allen gemeinsam. Dadurch haben wir schon viele Möglichkeiten der Kommunikation für alle Eltern gefunden. Hier die Qualitätsziele, die sich das Team selbst gesetzt hat.

Zusammenarbeit mit Eltern

  • Elternarbeit als Gemeindearbeit
  • Weitgehende Beteiligung von Eltern

-Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung

-Information und Beratung in pädagogischen Fragen

-Möglichkeit der Hospitation

- Zusammenarbeit mit dem Förderverein

-Gemeinsame Aktionen mit den Kooperationspartnern

-Organisation der Kindergartenbücherei durch Eltern

  • Kenntnisnahme der jeweiligen familiären Situation
  • Ernstnehmen der Belange der Eltern, Prüfung und gegebenenfalls Umsetzung unter pädagogischen und konzeptionellen Gesichtspunkten
  • Beratungsangebote
  • Begleitung zu Hilfsangeboten

 

Neben den gesetzlichen Gremien wie Elternrat und Kigarat sind immer wieder viele Eltern bei der Planung und Durchführung von Festen und Angeboten beteiligt. Allein der Bereich der Beratung wird vom Team allein übernommen.

Der Elternrat berichtet ebenso wie der Förderverein über Erfolge, Aktionen, Angebote und Neuerungen. Gemeinsam mit dem ca. alle zwei Monate erscheinenden ausführlichen Elternbrief des Teams sind die Eltern gut informiert. Auf Wunsch erhalten sie den Elternbrief auch per Email. Über den Kindergartenalltag erfahren die Eltern ausreichend über eine große, sich immer wieder ändernde Fotowand, auf der stets die vergangenen Aktivitäten und alltäglichen Aktionen zu sehen sind.

Der Förderverein nimmt regelmäßig auch an gemeindlichen Veranstaltungen teil und bietet so Eltern, die keine Kindergartenkinder mehr haben, die Möglichkeit sich über die Angebote des Familienzentrums zu informieren. Hier nur einige Angebote, die sich natürlich je nach Personen und Bedürfnisse ändern können.

  • Eltern-Kind-Nachmittage (intern im Kindergarten oder auch als Ausflug)
  •  
  •  
  • Info-Cafés auf Gruppenebene
  • Teilnahme am lebenden Adventskalender
  • Basar der Gemeinde
  •  
  •  
  • Thematische Elternnachmittage/Abende
  • Tag der offenen Tür
  •  
  • Mithilfe in der Küche

 

Nachwort

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Konzeption einen Einblick in unser Familienzentrum

gegeben zu haben. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, wenden

Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen des Teams.

Hier noch ein kleiner Denkanstoß.

Die Welt in Ordnung bringen

Ein Kind wollte mit seinem Vater spielen.

Da der Vater weder Zeit noch Lust zum Spielen hatte, kam ihm eine Idee, um das Kind zu beschäftigen.

In einer Zeitung fand er eine detailreiche Abbildung der Erde. Er riss das Blatt mit der Weltkugel aus der Zeitung und zerschnitt es in viele kleine Einzelteile. Das Kind, das Puzzles liebte, machte sich sofort ans Werk und der Vater zog sich zufrieden zurück.

Aber schon nach kurzer Zeit kam das Kind mit dem vollständigen Welt-Bild. Der Vater war verblüfft und wollte wissen, wie es möglich war, in so kurzer Zeit die Einzelteile zu ordnen.

  • „Das war ganz einfach!“, antwortete das Kind stolz. „Auf der Rückseite des Blattes war ein Mensch abgebildet. Damit habe ich begonnen.
  • Als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.“

    Autor unbekannt