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Spirtueller Impuls "Vergebung"

Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: Nicht siebenmal, sondern siebzig siebenmal.

 

Matthäus 18, Verse 21 - 22

 

Wir laden Sie ein auf die Suche zu gehen, was es bedeutet Vergebung zu empfangen und selbst zu vergeben.

 

Erster Schritt:

 

Ich nehme mir etwas Zeit und versuche mir in Erinnerung zu rufen, wo und wann ich in meinem Leben etwas falsch gemacht habe.

 

Zweiter Schritt:

 

Ich spüre den Gedanken, Gefühlen nach, die diese Erinnerungen in mir auslösen. Wenn ich es möchte, kann ich alles aufschreiben.

 

Dritter Schritt:

 

Ich rufe mir in Erinnerung, welche Situationen ich mit den betroffen Personen klären konnte und wie ich mich nach dem klärenden Gespräch gefühlt habe. Wenn ich es möchte, kann ich alles aufschreiben.

 

Vierter Schritt:

 

Ich spüre den Verletzungen nach, die ich durch andere Menschen erlitten habe und die mich immer wieder beschäftigen. Wenn ich es möchte, schreibe ich alles auf.

 

Fünfter Schritt:

 

Ich mache mir bewußt, dass ich diese Verletzungen vergeben will und bringe sie in einem Gebet vor Gott.

 

Ein Beispiel:

 

Gott ich bringe dir all meine Verletzungen und ich vergebe ... von ganzem Herzen und mit all meiner Kraft. Amen.

 

Ich vernichte bewußt den Zettel auf dem ich meine Verletzungen aufgeschrieben habe.

 

Sechster Schritt:

 

Unsere Gefühle brauchen etwas Zeit, bis sie der bewußt ausgesprochen Vergebung folgen können. Immer wenn mich die Erinnerungen an meine Verletzungen einholen, mache ich mir bewußt, dass ich sie ja schon vergeben habe und bringe sie eventuell in einem Gebet wieder vor Gott.

 

Siebter Schritt:

 

Am Ende der Woche spüre ich noch einmal nach, was es für mich bedeutet vergeben zu haben und Vergebung zu empfangen.

 

Übung:

 

Ich nehme mir etwas Zeit und setze mich bequem auf einen Stuhl. Ich kann mir dazu auch eine Kerze anzünden. Ich schließe die Augen und stelle mir vor, dass ich mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken unterwegs bin.  An dem Weg, auf dem ich mich befinde kommt eine schöne Stelle, die mich zur Rast einlädt. Dort lasse ich mich nieder und bleibe eine Weile. Als ich dort sitze, schaue ich in den Rucksack und überlege, ob ich all die schweren Dinge für meinen weiteren Weg brauche. Vielleicht entscheide ich mich, etwas bewußt zurückzulassen, damit mein Weg leichter wird. Anschließend setze ich meinen Weg fort .Wie fühlt sich mein Rucksack jetzt an und wie fühle ich mich?

 

Am Ende komme ich mit meiner Aufmerksamkeit in den Raum zurück.

 

Ich kann die Übung so oft ich will wiederholen.